Mice > „Die Hotellerie muss sich auf das neue Buchungsverhalten der Kunden vorbereiten“: MICE to MEET you, Katharina Schmidt
23.03.2017

„Die Hotellerie muss sich auf das neue Buchungsverhalten der Kunden vorbereiten“: MICE to MEET you, Katharina Schmidt

7 Fragen an Katharina Schmidt, MICE Sales Managerin Dorint Hotels

Katharina Schmidt stammt aus der Rheinstadt Köln und ist bei den Dorint Hotels & Resorts zuständig für die Abwicklung von Tagungsanfragen in rund 40 Hotels sowie in sämtliche Projektarbeiten im MICE-Bereich involviert.

1. Wie hast du den digitalen Wandel des MICE Marktes bisher erlebt?

Um es kurz zu fassen: Stetig steigend, wenn auch etwas träge.

2. Welchen Tipp kannst du Hoteliers hinsichtlich der Digitalisierung von MICE-Prozessen an die Hand geben?

Sich einfach mal zu trauen und auf Neues einlassen. Daher freue ich mich umso mehr, dass wir bei Dorint künftig ebenfalls den Schritt wagen und eine eigene MICE Buchungsmaschine nutzen werden.

Auch der Austausch untereinander muss wachsen und in vielen Dingen muss die Hotellerie endlich gemeinsam an einem Strang ziehen, um Veränderungen zu erreichen.

3. Was kann die Hotellerie von anderen Branchen z.B. der Event-Industrie, Unternehmen wie Uber, AirBnB, Amazon etc. lernen?

Wir können daraus lernen, dass es Zeit kostet, ehe sich gewisse Dinge etablieren. Auch sollten wir lernen, die Vorzüge neuer und effizienter Techniken zu nutzen und die dadurch ersparte Zeit in andere Dinge zu investieren.

4. Was stört dich am meisten bei der Diskussion um Instant Book?



Zum einen das Zögern, sich auf Neues einzulassen und zum anderen die Frage nach dem realisierten Umsatz über Instant Book. Sicher wird Instant Book nicht von heute auf morgen den RFP-Prozess ablösen. Aber eines ist klar: Das Buchungsverhalten wird sich ändern und darauf sollte die Hotellerie vorbereitet sein. Es ist darum umso wichtiger, jetzt aktiv zu werden, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Antworten zu geben. Nur so können Ängste ausgeräumt und Einwände entkräftet und geklärt werden.

5. Wo siehst du den MICE-Markt in 10 Jahren?

Auf jeden Fall im Netz! An den aktuellen Wandel und die Bedenken werden viele vermutlich schmunzelnd zurückdenken. Die Prozesse rund um das Anfrage-Handling sowohl für Hotels als auch auf Kundenseite werden noch einfacher und schneller werden. Ebenfalls werden virtuelle Events mit Videopräsentationen bzw. Live-Streamings zum Standard gehören und klassische Tagungsformate ablösen.



6. Was ist dein Erfolgsrezept?

Aus Fehlern lernen, den Blick nach vorne richten und dennoch auch nach links und rechts schauen. Man muss hinter den Dingen stehen, die man vermarkten will. Wichtig sind auch verlässliche Unterstützer.

7. Was machst du, wenn du mal nicht unterwegs bist?

Unterwegs bin ich eigentlich ziemlich gerne. Als Ausgleich zum Job gehe ich gerne zum Sport, mache Jumping Fitness und Piloxing. Meine private Herausforderung wird dieses Jahr der portugiesische Jakobsweg sein.

8. Wo siehst du dich in 10 Jahren?

In einer führenden Position im Bereich Event-/Travel- oder Projekt-Management. Aber letztlich werde ich mich überraschen lassen, schauen, was auf mich zukommt und welche Wege sich kreuzen werden.

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