Mice > „Mehr Mut im Pricing von Leistungen im MICE-Geschäft“: MICE to MEET you, Jan Schwarzer
06.12.2016

„Mehr Mut im Pricing von Leistungen im MICE-Geschäft“: MICE to MEET you, Jan Schwarzer

10 Fragen an Jan Schwarzer, Sales Direktor Corporate & MICE bei arcona HOTELS & RESORTS

1. Wer bist du & was machst du?

TAG‘schön, mein Name ist Jan Schwarzer und bin ein waschechter MICE-Junkie. Stets und ständig auf Achse und immer auf der Suche nach neuen Ideen und Innovationen. Wenn ich einmal nicht unterwegs bin habe ich meinen Lebensmittelpunkt seit nunmehr 12 Jahren in Berlin. Als Verkaufsdirektor Corporate & MICE bin ich maßgeblich für die konzeptionelle und strategische Erfolgsorientierung unserer mittlerweile 16 arcona HOTELS & RESORTS im In-und Ausland für den gesamten MICE Bereich verantwortlich.

2. Wie bist du zu dem geworden, was du heute bist?

Meine Mutter würde sagen, du fandest es schon immer toll zu „Tisch und Stuhl“ zu gehen (Synonym für Essengehen und Gastronomie in meiner Kindheit). Schon als Jugendlicher wusste ich, dass die Hotellerie mein Zuhause werden soll. Eine Menge Ehrgeiz und vor allem die notwendige Selbstmotivation haben mir sehr dabei geholfen meine Ziele zu verwirklichen. Ich bin glücklich, zufrieden und stolz auf all das, was ich die letzten Jahre erreicht habe und blicke schon jetzt auf eine spannende Zukunft voller Herausforderungen in einer spannenden Branche hin.

Schon während meiner Ausbildung in der 5 Sterne Hotellerie habe ich schnell meine Leidenschaft für den (Convention) Sales entdeckt und habe diese an einer Vielzahl an großen und innovativen Hotels in Berlin diese erweitern können.

3. Was macht dir besonders viel Spaß an deinem Job?

Seit mittlerweile über fünf Jahren bin ich bei arcona an Bord. Eine wirklich tolle Hotelgruppe mit unheimlich viel Energie und Entwicklungsmöglichkeit für deren Hotels & Resorts sowie für mich persönlich. Dabei habe ich die stetige Weiterentwicklung des Online MICE Bereich als eine meiner Kernaufgaben gesehen. Inzwischen sind alle unsere Hotels dahingehend sehr gut aufgestellt und es bereitet mir unheimlich viel Freude diese zu beraten und umsatzorientiert zu platzieren.

4. Was machst du, wenn du mal nicht unterwegs bist?

Das kommt eigentlich sehr selten vor, denn selbst wenn ich frei habe, liebe ich es zu Reisen und die Welt kennenzulernen. Dabei lege ich immer einen großen Wert auf tolle und außergewöhnliche Hotels um mich neu zu inspirieren. Sollte ich doch einmal Zuhause sein, liebe ich es mit oder für Freunde zu kochen. Meinen persönlichen Ausgleich finde ich beim Sport oder einem ausgedehnten Spaziergang durch die Natur.

5. Was ist dein Erfolgsrezept?

Ich denke vor allem der Spaß an der Arbeit und ganz genau zu wissen, wofür man dies tut. Ich liebe es Kunden und Gäste zu begeistern und bin offen für neue und gern auch ausgefallene Ideen, die sich von der Masse abheben. So ist es nie langweilig und Routine ein Fremdwort. Damit tief verbunden ist aber auch der Wunsch die Hotellerie weiter voranzubringen bspw. das Image der Hotellerie für zukünftige Kollegen aufzupolieren oder unsere Werte an unsere Kunden zu vermitteln. Kurz gesagt, ich liebe die Hotellerie und seine unendlichen Facetten und Möglichkeiten!

6. Wie hast du den digitalen Wandel des MICE Marktes bisher erlebt?

Immer sehr spannend, wenn auch schleppend. Es gibt viele Anbieter die einen guten Job machen jedoch wenige, die wirklich erfolgreich sind. Jahrelang bestand der digitale Wandel im MICE darin Angebote per PDF und nicht mehr als Fax zu versenden und die Erkenntnis, dass es sinnvoll ist (zumindest die Zimmerraten) zu yielden. Viel Potential besteht noch immer darin die Bedürfnisse aller Seiten, ob Einkäufer, Anbieter oder Schnittstelle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

7. Welchen Tipp kannst du Hoteliers hinsichtlich der Digitalisierung von MICE-Prozessen an die Hand geben?

Passt mein Produkt zu meiner Zielgruppe? Das ist eine der wichtigsten Fragen an Hoteliers. Des Weiteren wünsche ich mir mehr Mut im Pricing von Leistungen. Wir verschenken viel zu viel im Vergleich zu anderen Branchen. Wichtig ist es, dass wir unsere Werte kennen und diese auch nach außen kommunizieren. Aber einen ganz wichtigen Tipp habe ich noch im Online-MICE: Ein Bild von einer fokussierten Blume auf einen Tisch ist kein Buchungsanreiz. Macht lieber Kundenorientierte und relevante Fotos. Gern auch für jede Zielgruppe individuell.

8. Was stört dich am meisten bei der Diskussion um Instant Book?

Stören tut mich eigentlich gar nichts. Ich denke dass viele Einwände ob von Hoteliers oder Softwareentwicklern begründet sind. Wichtig ist es eine offene und ehrliche Kommunikation zu führen, um die Interessen aller zu vertreten. Oftmals sind es auch nur Ängste vor dem Unbekannten und Neuen, halt wie häufig im richtigen Leben auch….

9. Wo siehst du den MICE MARKT IN 10 Jahren?

Unsere Gesellschaft wird immer mehr nach digitalen und effizienteren Lösungen Ausschau halten. Sofern dies aktiv von Kundenseite angenommen wird, wird dies der Marktplatz der Zukunft sein. Ich sehe noch hohes Potential genauer auf die Kundenbedürfnisse einzugehen, abgesehen von reinen Budgetaspekten. Lasst uns diese Möglichkeit ergreifen und aktiv mitgestalten, bevor es zu spät ist.

10. Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Unverhofft kommt oft. Auf jeden Fall einen Schritt und voller Erfahrungen reicher.

Vielen Dank für das Interview, Jan.

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